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s Schpätzli
Im ene warme, guet polschterete Vogelnäschtli liege 5 härzigi, tüpfleti Eili. Geduldig brüete Mame und Pape Schpatz sie us. Ei Eili nach em Andere kriegt kleini Rissli und fyni Schnäbeli schtosse, knabbere und schpränge d'Eischale. Nur 1 Eili isch noni e so wyt.
Die junge Vögeli sin nur mit fynem Fluum überzoge und wärde vo den Eltere warm ghalte. Währenddäm dr Pape Würmli suecht, um drmit denn die Junge z'füettere, sitzt d'Mame wartend uf em Näscht. Schpöter wächsle sie sich ab.
D'Eltere beschliesse, s letschten Ei us em Näscht z'wärfe, denn sie bruuche dr Platz, wo s verschperrt. In däm Momänt git s e fyne Knaggs und d'Eischale rysst. Verdutzt luegen alli gebannt s Eili a. Sie schüttle dr Kopf, was soviel bedütet wie: "guet - mir gän dir e Chance". Verzwyflet piggt s jüngschti Schpätzli an dr harte Eischale bis s Loch ändlig gross gnueg isch. "Piep", sait s und schlieft use.
Als Jüngschts isch es s Fynschte und s Kleinschte. Drum könne s syni Gschwüschterti lycht uf d'Syte schiebe. S het enormi Müeh au emol e Wurm z'verwütsche. Bym Kampf um s Fuetter wird s pufft, piggt, uf d'Syte drängt und dorum immer verängschtigter.
S grynt, brüehlt und rieft dr Mame um Hilf. Die aber het kei Zyt. Sie und dr Pape müen schaffe und gnüegend Fuetter bringe. Schliesslig sin 5 hungrigi Schnäbeli e grossi Ufforderig an d'Eltere: Würmli sueche, Insekte fange, hi und här fliege, s Näscht use putze, sälber ässe und ab und zue usrueihe und verschnuufe.
S bedrängte Schpätzli blybt klei und mager. Es weiss sich fascht nüm z'hälfe. Wo s verzwyflet ufge will und fascht zum Näscht use fallt, passiert öpis Merkwürdigs: zuefällig schtoht s eim Gschwüschterti uf d'Füess. Das schreit und wehrt sich. Vor Schregg ka s Schpätzli sich nit rüehre.
Do kunnt d'Mame mit eme fette Wurm im Schnabel und s Schpätzli in sym grosse Hunger schnappt en und dr Wurm isch scho verschluggt. D'Gschwüschterti sin verärgeret, schlön mit de Flügel und kreische. Vom Erfolg ganz benomme, losst sich s Schpätzli wieder uf d'Syte schiebe.
Do höre sie dr Pape s Näscht afliege. Alli reggen und schtregge dr Hals und schperren ihri Schnäbel wyt uf. S Schpätzli macht automatisch au mit, denn sy Hunger isch noni gschtillt. Drby schtoht s wieder eim uf d'Füess, dass das vor Schmärz ufschreit. Aber s Schpätzli ergatteret wieder dr Wurm.
No ne dritts Mol passiert s Glyche. Ändlig merkt s Schpätzli: i muess mi mit allne Kräft wehre. Langsam luegt s alli Triggli vo syne Gschwüschterti ab. Es blybt zwar s Kleinschti, wird drfür aber zäch. Mängisch muess es zwar au brüehle, wenn em d'Püff arg zuesetze und Weh tüen.
Eins nach em Andere vo de Junge lernt fliege und verlosst s Näscht. S Jüngscht gniesst no ne bitzli d'Näschtwärmi, bis schliesslig au äs flügge isch und usfliegt.
YGL
Bilder: http://www.naturfotografie-digital.de/voegel/spatz-fotos.php?page=1&a=1242304541&suwo=Spatz







