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s Rössli und s Eseli
E härzigs Rössli het emol uf ere saftige Wiese gweidet. Es het sich gfreut am warme Sunneschyn, dr Wind gnosse, wo mit synere Mähne gschpielt het und gruehsam im Summe vo de Bienli und em Gezwitscher vo de Vögel zueglost. Schtuunend het s d Farbepracht vo de Blueme in sich ufgno und die manigfaltige Düft gschnupperet. Syni Arbet het s geduldig und mit viel Usduur verrichtet. Brav dr Wage dr Wäg durus zoge und drby vor sich ane gsunne.
Ganz in dr Nöchi het e widerschpänschtigs, schtörrischs Eseli gwohnt. Es isch dur s Fäld gumpt, het Kapriole gmacht. alles welle seh und höre. Am liebschte wär s mit tuusig Sache glychzytig beschäftigt gsi. Aber es het sich liecht lo ablänke und an Usduur het s ihm gmanglet. Im ene Rüebli noche ztrotte und e schweri Lascht e langwylige Wäg entlang z'trage, isch ihm viel z'dumm vorko.
s Rössli und s Eseli sin aber befründet gsi. Ihri Verschiedeheit het sie wie magisch azoge. Sie hän sich mitenander vereint. Und bald emol isch e Jungs uf d Wält gko.
Usgseh het s wie ne Rössli. Me het em au gsait: Du bisch e Rössli. Und es het s gärn glaubt. Bym Versuech em Rössli alles noche z'mache, isch ihm aber eifach nüt rächt glunge. Je mehr s sich agschträngt het, umso Schlimmers isch passiert: s isch gschtolperet, het dr Kopf agschlage, links und rächts verwäxlet und Vieles mehr. Drum isch es immer unglüggliger worde, het sich in e Verschtegg verkroche und truurig vor sich ane gschtiert.
An däm sicheren Ort isch en alte grosse, schtarke Baum gschtande. Däm het s sy Leid gklagt. Dr Baum get geduldig zueglost, mit syne Äscht verschtändnisvoll gniggt oder erschrogge syni Blätter gschüttlet. Die Usschproch het s Junge vo sym Schmärz erliechteret.
In däm ehrwürdige Baum het en alti, weisi Üle ihri Wohnig gha. Sie het natürlig au vo däm grosse Schmärz erfahre. Und am ene schöne Tag het sie sich däm Junge erbarmt und gsait: "Du bisch s Kind vom e Rössli und eme Eseli. Das sin zwei grundverschiedeni Tierli. Du bisch eben e Muultierli ! Du traisch ihri Verschiedeheit in dir. Drum gib beide Syte Glägeheit z'läbe und du wirsch viel e glüggligers und z'friedeners Läbe ha."
Schtuunend het s Muultierli die Wort aglost. S het sich plötzlig verschtande gfühlt. Härzlig het s dr Üle dankt und isch glügglig, aber au nochdänklig drvo gumpt.
Drum het s Muultierli langsam glernt und begryffe mit sym neue vielsytige Läbe umz'go.
Und wenn s nit gschtorben isch, so läbt s hüte no glügglig und z'friede.
YGL
(E Muultier het e Rossmami und en Eselpapi. E Muulesel het en Eselmami und e Rosspapi).









