D Elschtere

D Elschtere sitzt am Rand vo ihrem Revier. Im Schnabel het sie e silberglänzigs Öppis. Sie dreiht s und wändet s im Schnabel, dass es wyt ume blitzt und lüüchtet, wyl s sich in dr Sunne schpieglet. Sie isch schtolz uf ihre Fund. Trotzdäm isch sie no ni ganz zfriede.

Das Glitzere und Lüüchte schticht ihrer Nochbere in d'Auge. Die fliegt dene Liechtblitz entgege. Bald seht sie d'Elschtere mit ihrem lüüchtende Schatz.

"Jetzt het die das glitzerige Ding, won ich ha welle", dänkt sie nydisch. Elschtere könne so Sache halt eifach nit widerschtoh, sammle alles, sogar wenn sie s schtähle müen.

Überheblig und triumphierend hebt d Elschtere ihre Fund in d'Luft, wie wenn sie hämisch sage wött: Hähähä, ich ha halt Öppis, wo du nit hesch". Das ärgeret natürlig ihri Nochbere no meh, aber ganz schynheilig fründlig frogt sie: "Wohär hesch das? Darf i au emol luege?"

D'Elschtere git kei Antwort, richtet sich no höcher uf, hebt dr Schnabel gnau ins Sunneliecht, dass s nur so funklet. Gebührend bewunderet d'Nochbere dä Glanz. In dere Bewunderig sunnt sich natürlig d'Elschtere. Jetzt isch sie ganz zfriede.

Vor luuter Nyd ghemmt sitzt d Nochbere uf ihrem Ascht und glotzt übere zu dr Elschtere mit ihrem prächtig schimmernde Schatz. In däm Momänt flegt e schwarz-wysse Vogel uf dr Ascht vo dr Elschtere und piggt energisch mit em Schnabel nach däm schpezielle Ding. Wägen ihrem Schtolz het d Elschtere nit ufpasst und ihre wärtvolle Schatz vor luuter Schregg lo falle.

Dr schwarz-wyss Vogel schtürzt em noche, paggt en und fliegt schnuerschtraggs in sy Revier. Dört baut är dä erobereti Schatz in sy Näscht y und freut sich über die Trophäe und sy wunderschöns Näscht. Jetzt isch es fertig und ka den Eier und schpöter de Jungvögel e schöns Dehei biete.
 
YGL