Aktuelles
Wenn ich dich umarme
Bin ich ganz bei dir
und volltrunken
So ist es mir
als stehe hinter dir
einer
allein
der sehnsüchtig wartet
Wartet auf einen liebevollen Blick
ein zärtliches Streicheln
ein gutgemeintes Wort
einen Verband für seine Wunde
einen starken Stab für seine Wanderschaft
Daneben einer der hungert
einer der friert
auch einer der giert
Gestrauchelte
Gefangene
Freunde
Verwandte und Bekannte
Wie kannst du da
mir wieder nehmen wollen
was du gegeben
wo du doch auch erhalten hast
Wie kannst du mich da länger halten wollen
wo du doch selbst
noch andere Aufgaben zu erfüllen hast
Ist’s Neid
ist s Eifersucht
gar Angst
ich werde nimmer kehren
in deine liebende Umarmung
Wenn ich dich umarme
und zärtlich meine Lippen dich kosen
ist das meine Liebe
Und all meine Kraft
und all mein Sehnen
liegen darin verborgen
Doch hab ich getan
was mich das Herze drängte
Gegeben was zu geben war
Empfing was du mir geben konntest
Drängt es mich
diese neue Fülle auszustreuen
Jedem seinen Teil.
Wenn du mich hälst
willst wieder fort mir nehmen
was du mir eben gabst
da muss ich mich dir entreissen
Was soll es nützen
uns gegenseitig
hin und her zu geben
was gegeben wieder nehmen
Zu nehmen, was gegeben
um es auszustreuen
um jeden daran teilhaben zu lassen
der es nötig
oder dem es mich, uns drängt zu geben
erfüllt doppelt
Mögen alle von unserer Fülle geniessen
an unserem Glück teilhaben
YGL




