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Ach Welt
Ach Welt
wie hätt ich dich so gerne
lieb, friedlich, harmonisch, heil und schön
mit Ruhe und Geborgenheit
Mit brüderlicher Liebe -
Doch Brüder sind geteilter Meinung
Der Eine baut mit Sand eine Burg der Andere eine Mulde
Mit schwesterlicher Eintracht -
Doch Beide lieben denselben Mann
und nur Eine kann seine Liebe erringen
In Frieden -
Doch was ist Friede
wenn nicht Krieg ihn begehrenswert macht
Nur freundlich licht -
Doch dadurch entstünde eine Wüste
Ach Welt
ich verstehe wohl nicht die Schönheit deiner Weisheit -
der brüderlich vielfältigen, ergänzenden Ideen
den schwesterlichen Verzicht, damit nicht nur Einer sich mehre
den Krieg, der Altes zerstört
und den Neues aufbauenden Frieden
den Tod des Toten
mit der Auferstehung des Lebens
das sich selbst verausgabt und erschöpft
und ruhend tankt zu neuerlichem Erblühen
Ach Welt
wie bist du hässlich schön
vollkommen
Nur mein Missverständnis deiner Vollkommenheit wertet und richtet
sodass ich mich gestraft und strafend bemühe
im Schweisse meines Angesichts
scheinbar ausgestossen aus dem Paradiese
das du ewig warst und bist
Nur meine Vorstellung wusste nicht, was das ist
Sogar dies Missverständnis gehört zu dir
denn du lässt alles offen
lässt Spielraum
wir fühlen uns davon betroffen
kreieren unsere eigene Welt
doch lieben wir sie nicht
weil Bessres wir erhoffen
In der Vollkommenheit hat alles Platz
dies alles macht sie aus
Wollen du und ich vollkommen sein
werden alles wir erleben
Nur unser Innres weiss
YGL



